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Puritama Explora Conservation Reserve

Dieses Explora-Schutzgebiet In den Tiefen eines Andentals inmitten der Atacamawüste schließt ein weltweit einzigartiges Ökosystem ein. Zwischen dem Andenhochland und der trockensten Wüste der Erde liegt die große Salztonebene des Salar de Atacama.

Das Schutzgebiet umfasst ein Areal von 6.000 Hektar im Tal des Río Puritama, darunter die Thermalquellen von Puritama, um die herum eine Oase mit abwechslungsreicher einheimischer Vegetation und eine Tierwelt mit zahlreichen Arten entstanden ist. An diesem Ort widmet sich Explora seit 2010 einer Langzeitüberwachung der bedrohten Andenkatze und führt Schutzinitiativen für andere typische Arten durch, die für dieses abwechslungsreiche Ökosystem von entscheidender Bedeutung sind, darunter Pumas, Pampaskatzen, Füchse, Dutzende von Vogelarten vom majestätischen chilenischen Blauadler bis zum winzigen Kordillerenämmerling mit seiner gelb-grünlichen Farbgebung sowie einigen neu entdecken Eidechsen- und Froscharten.

In den letzten Jahrzehnten hat unser Engagement für das Andenhochland und die Atacamawüste unsere Verbundenheit zu diesem Stück Land sowie die von hier stammenden Personen und seine Besucher verstärkt. Die einzigartige Landschaft, die außergewöhnlichen Ökosysteme und uralten Kulturen, die bis heute überdauert haben, sind ein Welterbe, das ein nachhaltiges Schutzprojekt für die heutigen und künftigen Generationen bewahren kann. Das Schutzgebiet Puritama soll Menschen zusammenbringen, damit sie sich für verschiedene Projekte engagieren und an ihnen mitwirken.

Place map

Rund 60 Kilometer nördlich vom Ort San Pedro de Atacama erstreckt sich das Schutzgebiet Puritama, eine wasser- und vegetationsreiche Oase, entlang des Flusslaufs des Río Puritama vom Andenhochland bis zur Atacamawüste, dem trockensten Ort der Erde.

Der Schutz- und Einflussbereich des Gebiets erstreckt sich über Hunderte von Kilometern von der andinen Hochebene – Heimat für Pflanzen, Wildtiere und Menschen, die sich an ein Leben über 4.500 Metern angepasst haben, wie die indigenen Kulturen der Quechua und Aimara – bis zur Atacamawüste mit seiner extremen Wasserknappheit, wo das Land der stärksten jemals gemessenen Sonnenstrahlung ausgesetzt ist.

Wir laden Sie ein, hier mehr über die heißen Quellen zu erfahren.

6,440

Hektar

Schutzfläche für die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus mit dem Schwerpunkt Natur- und Kulturerbe der Atacamawüste
8

Thermalbecken

Das Schutzgebiet umfasst alte Thermalquellen, deren Wasser eine Temperatur zwischen 28 und 31 °C und einen hohen Mineralgehalt aufweist.
83

Pflanzenarten

Im Schutzgebiet findet sich eine erstaunlich große Bandbreite von Pflanzenarten für einen Ort inmitten der trockensten Wüste der Erde.
87

Tierarten

Das Schutzgebiet bietet eine Heimat für verschiedene Vögel, Insekten und andere Tiere, darunter die Andenkatze, eine typische, vom Aussterben bedrohte Art, deren Bestand Explora seit 2010 überwacht.

SCHUTZGEBIET PURITAMA

Seit Jahrtausenden ist das Schutzgebiet Puritama eine Oase für Pflanzen, Tiere und Menschen und bietet ein einzigartiges Areal für Erkundungen und Naturschutz. Der Fluss fließt gemächlich durch ein fruchtbares Tal und bildet Terrassen mit Thermalbecken, wo Reisende und Besucher Gelegenheit haben zu wandern, Neues zu lernen und sich an Schutzprojekten zu beteiligen. Diese werden in engem Kontakt zu den uralten lokalen Gemeinschaften geplant.

  • Da viele gemeinnützige Initiativen nicht von langfristiger Dauer sind, haben wir ein Projekt angestoßen, das die Vorzüge von Privatunternehmen mit Non-Profit-Organisationen zusammenbringt. Dieses Konzept ermöglicht es uns, unsere Schutzbemühungen in der Region auszuweiten, zu beschleunigen und dauerhaft weiterzuführen.

    Hierfür sind 95 % der Fläche des Schutzgebiets exklusiv für die Erkundung und den Naturschutz bestimmt. Die restlichen 5 % werden für den Tourismus, Immobilienprojekte, Forschungs- und Bildungsinitiativen genutzt. So erfüllt das Schutzgebiet Explora Puritama eine Rolle, die es schon seit Tausenden von Jahren wahrnimmt, nämlich als Oase für Tiere als auch für Menschen und als einzigartiger Ort zum Entdecken und Entspannen.

    Gemächlich fließt der Fluss bergab durch ein fruchtbares Tal und bildet Terrassen mit Thermalbecken, in denen die Reisenden und Besucher sich nach einer Wanderung erholen können. Das Schutzgebiet soll über ein Zentrum für Naturschutz verfügen, das als Treffpunkt für Parkwächter, Guides, Freiwillige, Grundeigentümer, Reisende und Forscher gedacht ist.

    Seinem Konzept nach soll es ein Ort sein, an dem die Besucher mehr über die Projekte im Zusammenhang mit der Natur, Geschichte und Nachhaltigkeit (und deren Ergebnisse) erfahren können. Die Projekte werden in engem Kontakt mit den lokalen Gemeinschaften geplant, von denen Zeugnisse ihrer früheren Lebensweise betrachtet werden können.

    Geplant ist das Angebot einer großen Bandbreite von Erkundungsmöglichkeiten: sowohl geführte Touren mit unseren spezifisch ausgebildeten und kenntnisreichen Guides als auch Wanderungen über gekennzeichnete Pfade mit über technologische Hilfsmittel bereitgestellter Information rund um die Erkundung und den Naturschutz. Wir heißen alle willkommen, die Einzigartigkeit dieser Landschaft zu entdecken und zu schützen.

    Wir laden Sie ein, hier mehr über die heißen Quellen zu erfahren.

  • Das Schutzgebiet Puritama befindet sich rund 60 Kilometer nördlich vom Ort San Pedro de Atacama zwischen dem Andenhochland und der Atacamawüste in der Region Antofagasta.

    Es handelt sich um eine Oase in einer der trockensten Regionen der Erde, mit extremer Wasserknappheit und einer der stärksten Sonnenstrahlungen, die weltweit registriert wurden.

    Die Täler von Puritama y Puripica sind Teil der Übergangszone von der Hochebene aus Ryolithgestein zu den niedrigeren Gebieten. In Puritama bildet ein schmaler Zugang eine Verbindung zum Jorquencal-Tal und damit einen direkten Weg zur Puna-Hochebene. Der Río Puritama entspringt aus einer Thermalquelle inmitten des Schutzgebiets, welche die Thermalbecken von Puritama speist. Das Gebiet umfasst ebenfalls einen Teil des Río Puripica, der nahe von Guatín in den Río Puritama fließt.

    Das hiesige Klima ist ein Randzonenklima der Höhenlagen, mit geringer relativer Luftfeuchtigkeit und starken Schwankungen zwischen den Tages- und Nachttemperaturen. Zwischen Juli und August gefrieren die Flüsse nachts und tauen tagsüber wieder auf. Aufgrund der tropischen Regenfälle während der Sommermonate der südlichen Hemisphäre zwischen Januar und März erhöht sich die Wassermenge. Starker Südwestwind weht mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h. Der insbesondere zwischen September und November starke Wind weht feine Ablagerungen mit sich und trägt somit entscheidend zur Erosion bei.

  • Die geographischen Bedingungen bilden einen biologischen Vorteil und bieten Lebensraum für viele Arten der Andenregion.

    Pflanzenwelt: Die geographischen Bedingungen bilden einen biologischen Vorteil und bieten Lebensraum für viele Arten der Andenregion. Das zwischen 3.700 und 4.200 Metern über dem Meeresspiegel gelegene Schutzgebiet ist gekennzeichnet von einer geringen Sauerstoffmenge und einem Übermaß von Sonnenstrahlung, was sich auf die Photosynthese und das Wachstum der Pflanzen auswirkt. Innerhalb des Schutzgebiets und insbesondere in den Tälern vollzieht sich die Entwicklung und das Wachstum der Pflanzen in Abhängigkeit von der Zufuhr mit Wasser, Mineralien und Sonne. Die besonderen topographischen Bedingungen, die Höhe, die Beschaffenheit des Bodens sowie das Makro- und Mikroklima des Schutzgebiets Explora Puritama schlagen sich in der Entwicklung und der physiologischen und morphologischen Anpassung der Pflanzenwelt nieder. Der Grund hierfür liegt in der kontrastreichen Topographie mit zu gleichen Teilen flachen Gebieten, sanften Hängen sowie den steilen Gefällen tiefer Schluchten. So kann beispielsweise innerhalb desselben Tals die Ausrichtung eines Berghangs wesentliche Unterschiede in der Vegetation bedingen. Die Nordlagen auf der Südhalbkugel sind aufgrund der vermehrten Sonneneinstrahlung meist trockener und so finden sich auf ihnen Kakteenarten, die sich optimal an die extreme Trockenheit angepasst haben. Weiterhin wirken sich die unterschiedlichen Bodenbedingungen auf die Verfügbarkeit von Nährstoffen und somit auf das Wachstum der Wurzeln aus.

    Die hiesigen Pflanzen zeichnen sich durch eine effizientere Photosynthese aus. Um den Wasserverlust zu begrenzen, haben ihre Blätter eine schmalere Oberfläche und eine anpasste Struktur. In einigen Fällen fehlen die Blätter ganz oder wurden durch Stacheln ersetzt. Bei diesen Pflanzen vollzieht die Photosynthese sich im Stamm. Andere Arten haben eine dicke Beschichtung oder schuppige Blätter und Stämme entwickelt, um so rund um das pflanzliche Gewebe ein Mikroklima zu schaffen und es vor dem Austrocknen zu bewahren. Manche Pflanzen schließen tagsüber ihre Spaltöffnungen und öffnen diese ausschließlich nachts. Einige Samen sind durch eine harte Schale geschützt oder enthalten Substanzen, die ihr Keimen unter widrigen Umständen verhindern. Der Beginn der Regenzeit gibt den Startschuss zum Keimen und bildet den Auftakt für den biologischen Kreislauf der Pflanze.

    Tierwelt: Die Tierwelt der Ökoregion des Andenhochlands ist eine der reichsten und vielfältigsten des Landes. Das Schutzgebiet Explora Puritama ist ein gutes Beispiel für diesen Artenreichtum und verfügt über eine große Vielfalt von perfekt an die extremen klimatischen Bedingungen und die Trockenheit angepassten Arten, was es zu einem einzigartigen Ort macht. Aufgrund seiner vielfältigen Landschaften beherbergt das Areal eine Vogelwelt mit fast zu gleichen Teilen tages- und nachtaktiven Arten. Neuesten Studien zufolge leben hier rund 30 Arten, 10 Ordnungen und 15 Familien. Die am stärksten vertretene Ordnung ist die der Passeriformes (Sperlingsvögel) und deren Familie der Thraupidae (gelber Kordillerenämmerling) mit sieben Arten sowie die Furnariidae (gemeine Bandurrilla, Anden-Tijeral) mit fünf Arten. Auch Amphibien und Reptilien können insbesondere rund um den Fluss und die Thermalquellen beobachtet werden. Zu Eidechsenarten wie der Liolaemus constanzae ist eine neue Art hinzugekommen, die wir übergangsweise Lioalemus puritamensis nennen. Im Zuge der Erforschung Puritamas wurden ebenfalls verschiedene Säugetiere festgestellt, die in diesem reichhaltigen und abwechslungsreichen Ökosystem gedeihen. Auch viele Nagetierarten sind zu beobachten. Einige typische Tiere der Region sind das Guanako (Lama guanicoe), der Andenschakal (Lycalopex cupaeus) und das Vizcacha (Lagidium viscacia). Die Familie der Katzenartigen wird dominiert vom Puma (Puma concolor) und natürlich von der „heiligen“ Bergkatze (Leopardus jacobita), eine der wichtigsten Arten Südamerikas, die als gefährdet eingestuft wird.

  • Das Forschungsgebiet gehört zu der Zone des chilenischen „Großen Nordens“. Dieser besteht aus abwechslungsreichen Ökoregionen auf unterschiedlichen Höhenlagen und weist eine vielschichtige Bandbreite von sich untereinander ergänzenden natürlichen Ressourcen auf.
    Die wirtschaftliche Notwendigkeit einer vermehrten Nutzung der verfügbaren Ressourcen hat die Verdrängung und Migration der Menschen in dieser Region nach sich gezogen. Aus demselben Grund und zum besseren Verständnis der früheren und heutigen Bevölkerung ist jede Ökoregion für sich und in ihrem Zusammenspiel zu betrachten. Im Puna-Hochland kompensieren die niedrigen Temperaturen den stärkeren Niederschlag und hemmen im Winter das Pflanzenwachstum, sodass pflanzliche Rohstoffe nur in den Sommermonaten zur Verfügung stehen. Insgesamt haben diese Bedingungen ein menschliches Siedlungsmuster hervorgebracht, das sich vorrangig auf die Übergangszone der Hochebene aus Ryolith-Gestein konzentriert, auf die Oasen der Gebirgsausläufer sowie die Feuchtwiesen der Auenlandschaft rund um den Salar de Atacama sowie saisonal auch auf Ökoregionen der extremeren Höhenlagen.

  • Für das Atacamavolk der Likanantai sind die Berge Kimal, Lascar, Licancabur und Juriques heilig. Die Vulkane werden als männlich, die Berge als weiblich angesehen.

    Vor vielen Tausenden von Jahren verliebte sich der Vulkan Licancabur in den Berg Kimal und die beiden heirateten. Juriques jedoch, der jüngste Bruder von Licancabur, war ebenfalls in Kimal verliebt. Er umwarb sie und stellte ihr nach, bis Kimal schließlich seinem Charme erlag. Sie hinterging Licancabur und liebte heimlich Juriques. Lascar, der Vater der beiden Vulkane und der „große Herr der Berge“, fand heraus, was vor sich ging, und bestrafte Juriques für seinen Verrat, indem er seinen Kegel in einem Feuerball explodieren ließ und ihm damit seine heutige Form verlieh, d. h., mit einem Gipfelplateau statt einem Kegel.

    Kimal hingegen wurde mit dem Exil bestraft und mehr als 100 Kilometer weiter südlich ans andere Ende der Salzebene von Atacama verbannt. Von San Pedro aus sieht man den steilen Licancabur sowie den „geköpften“ Jurique nebeneinander aufragen, getrennt durch die weite und trockene Ebene, in der sich einst Kimal befand. Einmal quer über die Salzebene krönt sie nun die Kordillere von Domeyko mit ihrer majestätischen Größe. Jedes Jahr zur Wintersonnenwende jedoch, frühmorgens am 29. Juni, berührt der Schatten des Licancabur den Gipfel von Kimal und zeigt so seine ewige Liebe trotz all der Jahre und der Entfernung, die beide trennen. Es heißt, dass die Geschichte von Licancabur und Kimal, einer der wichtigsten Mythen der Region, eine Erklärung für die Fruchtbarkeit der Salztonebene von Atacama liefert. Die Wintersonnenwende fällt seit der Kolonialzeit mit der Feier von Sankt Petrus, dem Schutzheiligen des Ortes San Pedro, zusammen, die den Abschluss des landwirtschaftlichen Zyklus und den Beginn eines neuen markiert.

Da viele gemeinnützige Initiativen nicht von langfristiger Dauer sind, haben wir ein Projekt angestoßen, das die Vorzüge von Privatunternehmen mit Non-Profit-Organisationen zusammenbringt. Dieses Konzept ermöglicht es uns, unsere Schutzbemühungen in der Region auszuweiten, zu beschleunigen und dauerhaft weiterzuführen.

Hierfür sind 95 % der Fläche des Schutzgebiets exklusiv für die Erkundung und den Naturschutz bestimmt. Die restlichen 5 % werden für den Tourismus, Immobilienprojekte, Forschungs- und Bildungsinitiativen genutzt. So erfüllt das Schutzgebiet Explora Puritama eine Rolle, die es schon seit Tausenden von Jahren wahrnimmt, nämlich als Oase für Tiere als auch für Menschen und als einzigartiger Ort zum Entdecken und Entspannen.

Gemächlich fließt der Fluss bergab durch ein fruchtbares Tal und bildet Terrassen mit Thermalbecken, in denen die Reisenden und Besucher sich nach einer Wanderung erholen können. Das Schutzgebiet soll über ein Zentrum für Naturschutz verfügen, das als Treffpunkt für Parkwächter, Guides, Freiwillige, Grundeigentümer, Reisende und Forscher gedacht ist.

Seinem Konzept nach soll es ein Ort sein, an dem die Besucher mehr über die Projekte im Zusammenhang mit der Natur, Geschichte und Nachhaltigkeit (und deren Ergebnisse) erfahren können. Die Projekte werden in engem Kontakt mit den lokalen Gemeinschaften geplant, von denen Zeugnisse ihrer früheren Lebensweise betrachtet werden können.

Geplant ist das Angebot einer großen Bandbreite von Erkundungsmöglichkeiten: sowohl geführte Touren mit unseren spezifisch ausgebildeten und kenntnisreichen Guides als auch Wanderungen über gekennzeichnete Pfade mit über technologische Hilfsmittel bereitgestellter Information rund um die Erkundung und den Naturschutz. Wir heißen alle willkommen, die Einzigartigkeit dieser Landschaft zu entdecken und zu schützen.

Wir laden Sie ein, hier mehr über die heißen Quellen zu erfahren.

Das Schutzgebiet Puritama befindet sich rund 60 Kilometer nördlich vom Ort San Pedro de Atacama zwischen dem Andenhochland und der Atacamawüste in der Region Antofagasta.

Es handelt sich um eine Oase in einer der trockensten Regionen der Erde, mit extremer Wasserknappheit und einer der stärksten Sonnenstrahlungen, die weltweit registriert wurden.

Die Täler von Puritama y Puripica sind Teil der Übergangszone von der Hochebene aus Ryolithgestein zu den niedrigeren Gebieten. In Puritama bildet ein schmaler Zugang eine Verbindung zum Jorquencal-Tal und damit einen direkten Weg zur Puna-Hochebene. Der Río Puritama entspringt aus einer Thermalquelle inmitten des Schutzgebiets, welche die Thermalbecken von Puritama speist. Das Gebiet umfasst ebenfalls einen Teil des Río Puripica, der nahe von Guatín in den Río Puritama fließt.

Das hiesige Klima ist ein Randzonenklima der Höhenlagen, mit geringer relativer Luftfeuchtigkeit und starken Schwankungen zwischen den Tages- und Nachttemperaturen. Zwischen Juli und August gefrieren die Flüsse nachts und tauen tagsüber wieder auf. Aufgrund der tropischen Regenfälle während der Sommermonate der südlichen Hemisphäre zwischen Januar und März erhöht sich die Wassermenge. Starker Südwestwind weht mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h. Der insbesondere zwischen September und November starke Wind weht feine Ablagerungen mit sich und trägt somit entscheidend zur Erosion bei.

Die geographischen Bedingungen bilden einen biologischen Vorteil und bieten Lebensraum für viele Arten der Andenregion.

Pflanzenwelt: Die geographischen Bedingungen bilden einen biologischen Vorteil und bieten Lebensraum für viele Arten der Andenregion. Das zwischen 3.700 und 4.200 Metern über dem Meeresspiegel gelegene Schutzgebiet ist gekennzeichnet von einer geringen Sauerstoffmenge und einem Übermaß von Sonnenstrahlung, was sich auf die Photosynthese und das Wachstum der Pflanzen auswirkt. Innerhalb des Schutzgebiets und insbesondere in den Tälern vollzieht sich die Entwicklung und das Wachstum der Pflanzen in Abhängigkeit von der Zufuhr mit Wasser, Mineralien und Sonne. Die besonderen topographischen Bedingungen, die Höhe, die Beschaffenheit des Bodens sowie das Makro- und Mikroklima des Schutzgebiets Explora Puritama schlagen sich in der Entwicklung und der physiologischen und morphologischen Anpassung der Pflanzenwelt nieder. Der Grund hierfür liegt in der kontrastreichen Topographie mit zu gleichen Teilen flachen Gebieten, sanften Hängen sowie den steilen Gefällen tiefer Schluchten. So kann beispielsweise innerhalb desselben Tals die Ausrichtung eines Berghangs wesentliche Unterschiede in der Vegetation bedingen. Die Nordlagen auf der Südhalbkugel sind aufgrund der vermehrten Sonneneinstrahlung meist trockener und so finden sich auf ihnen Kakteenarten, die sich optimal an die extreme Trockenheit angepasst haben. Weiterhin wirken sich die unterschiedlichen Bodenbedingungen auf die Verfügbarkeit von Nährstoffen und somit auf das Wachstum der Wurzeln aus.

Die hiesigen Pflanzen zeichnen sich durch eine effizientere Photosynthese aus. Um den Wasserverlust zu begrenzen, haben ihre Blätter eine schmalere Oberfläche und eine anpasste Struktur. In einigen Fällen fehlen die Blätter ganz oder wurden durch Stacheln ersetzt. Bei diesen Pflanzen vollzieht die Photosynthese sich im Stamm. Andere Arten haben eine dicke Beschichtung oder schuppige Blätter und Stämme entwickelt, um so rund um das pflanzliche Gewebe ein Mikroklima zu schaffen und es vor dem Austrocknen zu bewahren. Manche Pflanzen schließen tagsüber ihre Spaltöffnungen und öffnen diese ausschließlich nachts. Einige Samen sind durch eine harte Schale geschützt oder enthalten Substanzen, die ihr Keimen unter widrigen Umständen verhindern. Der Beginn der Regenzeit gibt den Startschuss zum Keimen und bildet den Auftakt für den biologischen Kreislauf der Pflanze.

Tierwelt: Die Tierwelt der Ökoregion des Andenhochlands ist eine der reichsten und vielfältigsten des Landes. Das Schutzgebiet Explora Puritama ist ein gutes Beispiel für diesen Artenreichtum und verfügt über eine große Vielfalt von perfekt an die extremen klimatischen Bedingungen und die Trockenheit angepassten Arten, was es zu einem einzigartigen Ort macht. Aufgrund seiner vielfältigen Landschaften beherbergt das Areal eine Vogelwelt mit fast zu gleichen Teilen tages- und nachtaktiven Arten. Neuesten Studien zufolge leben hier rund 30 Arten, 10 Ordnungen und 15 Familien. Die am stärksten vertretene Ordnung ist die der Passeriformes (Sperlingsvögel) und deren Familie der Thraupidae (gelber Kordillerenämmerling) mit sieben Arten sowie die Furnariidae (gemeine Bandurrilla, Anden-Tijeral) mit fünf Arten. Auch Amphibien und Reptilien können insbesondere rund um den Fluss und die Thermalquellen beobachtet werden. Zu Eidechsenarten wie der Liolaemus constanzae ist eine neue Art hinzugekommen, die wir übergangsweise Lioalemus puritamensis nennen. Im Zuge der Erforschung Puritamas wurden ebenfalls verschiedene Säugetiere festgestellt, die in diesem reichhaltigen und abwechslungsreichen Ökosystem gedeihen. Auch viele Nagetierarten sind zu beobachten. Einige typische Tiere der Region sind das Guanako (Lama guanicoe), der Andenschakal (Lycalopex cupaeus) und das Vizcacha (Lagidium viscacia). Die Familie der Katzenartigen wird dominiert vom Puma (Puma concolor) und natürlich von der „heiligen“ Bergkatze (Leopardus jacobita), eine der wichtigsten Arten Südamerikas, die als gefährdet eingestuft wird.

Das Forschungsgebiet gehört zu der Zone des chilenischen „Großen Nordens“. Dieser besteht aus abwechslungsreichen Ökoregionen auf unterschiedlichen Höhenlagen und weist eine vielschichtige Bandbreite von sich untereinander ergänzenden natürlichen Ressourcen auf.
Die wirtschaftliche Notwendigkeit einer vermehrten Nutzung der verfügbaren Ressourcen hat die Verdrängung und Migration der Menschen in dieser Region nach sich gezogen. Aus demselben Grund und zum besseren Verständnis der früheren und heutigen Bevölkerung ist jede Ökoregion für sich und in ihrem Zusammenspiel zu betrachten. Im Puna-Hochland kompensieren die niedrigen Temperaturen den stärkeren Niederschlag und hemmen im Winter das Pflanzenwachstum, sodass pflanzliche Rohstoffe nur in den Sommermonaten zur Verfügung stehen. Insgesamt haben diese Bedingungen ein menschliches Siedlungsmuster hervorgebracht, das sich vorrangig auf die Übergangszone der Hochebene aus Ryolith-Gestein konzentriert, auf die Oasen der Gebirgsausläufer sowie die Feuchtwiesen der Auenlandschaft rund um den Salar de Atacama sowie saisonal auch auf Ökoregionen der extremeren Höhenlagen.

Für das Atacamavolk der Likanantai sind die Berge Kimal, Lascar, Licancabur und Juriques heilig. Die Vulkane werden als männlich, die Berge als weiblich angesehen.

Vor vielen Tausenden von Jahren verliebte sich der Vulkan Licancabur in den Berg Kimal und die beiden heirateten. Juriques jedoch, der jüngste Bruder von Licancabur, war ebenfalls in Kimal verliebt. Er umwarb sie und stellte ihr nach, bis Kimal schließlich seinem Charme erlag. Sie hinterging Licancabur und liebte heimlich Juriques. Lascar, der Vater der beiden Vulkane und der „große Herr der Berge“, fand heraus, was vor sich ging, und bestrafte Juriques für seinen Verrat, indem er seinen Kegel in einem Feuerball explodieren ließ und ihm damit seine heutige Form verlieh, d. h., mit einem Gipfelplateau statt einem Kegel.

Kimal hingegen wurde mit dem Exil bestraft und mehr als 100 Kilometer weiter südlich ans andere Ende der Salzebene von Atacama verbannt. Von San Pedro aus sieht man den steilen Licancabur sowie den „geköpften“ Jurique nebeneinander aufragen, getrennt durch die weite und trockene Ebene, in der sich einst Kimal befand. Einmal quer über die Salzebene krönt sie nun die Kordillere von Domeyko mit ihrer majestätischen Größe. Jedes Jahr zur Wintersonnenwende jedoch, frühmorgens am 29. Juni, berührt der Schatten des Licancabur den Gipfel von Kimal und zeigt so seine ewige Liebe trotz all der Jahre und der Entfernung, die beide trennen. Es heißt, dass die Geschichte von Licancabur und Kimal, einer der wichtigsten Mythen der Region, eine Erklärung für die Fruchtbarkeit der Salztonebene von Atacama liefert. Die Wintersonnenwende fällt seit der Kolonialzeit mit der Feier von Sankt Petrus, dem Schutzheiligen des Ortes San Pedro, zusammen, die den Abschluss des landwirtschaftlichen Zyklus und den Beginn eines neuen markiert.

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