Überraschung am fuss der Torres del Paine - Luxury Experiences
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Mai 3, 2019

Überraschung am fuss der Torres del Paine

Carolina Vallejos, eine unserer Guides, war wie gewohnt auf einer Erkundungstour unterwegs  und erlebte dann die größte Überraschung ihres Lebens.

Der 4. Februar 2019 war einer der heißesten Tage der Saison im Nationalpark Torres del Paine. Die Temperatur betrug bis zu 30° C und es wehte kein Wind, was etwas Außergewöhliches in Patagonien ist. An diesem Tag sollte ich mit einer Gruppe von sechs Personen die Tour zum Fuß der Torres del Paine führen. Warum auch immer – das war mir zunächst gar nicht klar- wies man mir zu Beginn der Tour einen Kollegen, Sergio zu. Normalerweise braucht eine Gruppe von sechs Personen  keine zwei Guides, aber Sergio erklärte, er solle die Torres fotografieren und dass wir darum zu zweit seien.

Surprise at Torres del Paine

Als wir durch die bergige Landschaft Patagoniens wanderten, meinte Sergio zu den Reisenden, dass es heute große Überraschungen geben würde. Ich stimmte dem zu, und sagte, das Mittagessen würde köstlich werden, nach einer langen Wanderung durch die wunderbaren Landschaften würden wir unser Ziel erreichen und außerdem sei die Sicht heute so klar, was uns also noch mehr zum Staunen bringen würde. Auch wenn Sergio sich nicht darauf bezogen hatte, stimmte er meinen Äußerungen zu.

Als wir zum Fuß der Torres kamen, rief Sergio, der ein paar Minuten vorausgegangen war, mir zu: „Caro, ich habe einen Platz reserviert“. Ich schaute in die Richtung, woher er mich rief und konnte meinen Augen nicht trauen. Mein Freund wartete dort auf mich! Er hatte die Nacht im Campamento El Chileno verbracht, um mich nun zu überraschen! Nachdem er sich mit meinem Chef und meinen Kollegen abgesprochen hatte, damit der Plan aufging, war er jetzt hier, Rodrigo. Mit einem strahlenden, und etwas nervösem Lächeln. Er sagte: „Kommst du mal her? Ich möchte dir was sagen.“ Augenblicklich fing ich an zu weinen. Ich weiß gar nicht mehr genau, was er alles gesagt hat, aber schließlich kniete er sich nieder und fragte: „Willst du mich heiraten?“ Ich schaute ihm in die Augen, konnte meine Gefühle nicht zurückzuhalten und sagte ja. Währenddessen hielten alle Leute ihren Blick nicht auf die Landschaft, sondern auf uns gerichtet. Sie klatschten, beglückwünschten uns und Sergio machte Fotos. Die Reisenden konnten es kaum glauben und manche von ihnen waren tief bewegt.
Surprise at Torres del Paine

Willst du mich heiraten?

Es war ein Moment, den man mit Worten kaum beschreiben kann. So starke Gefühle… Was will man machen? Wenn doch die Liebe ein so wunderschönes, allumfassendes  Gefühl ist! Sie versteckt sich nicht, sie kommt zum Ausdruck. Sie erhofft alles und erträgt alles – Lieben heißt Leben. Ich fühlte mich so, wie Milan Kundera das beschreibt: Wie zwei Verliebte, die alleine sind, von der Welt abgewandt, das ist wundervoll. Obwohl wir umringt von anderen Menschen waren, waren wir ganz bei uns, ganz verliebt.

Danach habe ich verstanden, warum Sergio mitgekommen war, welche Überraschungen er gemeint hatte und warum er durchs Walkietalkie gefragt worden war, was los war. Doch viel wichtiger als all das: Ich hatte begriffen und erlebt, was Liebe bedeutet,  in einer ihrer schönsten Ausdrucksformen.

Der 4. Februar 2019 wurde zu einem Tag, den ich niemald vergessen werde. Seitdem bedeuten die Torres etwas ganz anderes für mich: Wegen dir, mein Schatz, Rodrigo!

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