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Regenerative Tierhaltung: Erholung der Böden im chilenischen Patagonien

Die Viehwirtschaft in der Region Magallanes hat eine lange Geschichte und war fast ein Jahrhundert lang wirtschaftliche Grundlage der Region und damit ein wichtiger Impuls für den Bau von Gehöften -sogenannten Estancias- und Straßen, sowie für die Einrichtung von Seerouten. Somit konnte nicht nur die Gegend selbst besser erschlossen, sondern auch Anschlussverbindungen ausgebaut werden.

All die Jahre, in denen die Viehwirtschaft vorangebracht wurde, hatten Bodenerosion und Bodenschäden zur Folge. Aus diesem Grund beschloss Explora, nun als erster Akteuer in der Region eine Initiative ins Leben zu rufen, die sich um den Erhalt des Gebiets und die Erholung der Böden kümmert.

Diese Initiative richtet sich nach den Prinzipien der regenerativen Tierhaltung und wurde im vergangenen Oktober im Explora-Schutzgebiet Torres del Paine im nordöstlichen Bereich des gleichnamigen Nationalparks bekannt: Ihr Ziel ist es, auf eine nachhaltigere Viehwirtschaft zu setzen, um die Gegend besser zu schützen, indem eine regenerative Pferdehaltungstechnik angewandt wird.

„Für Explora sind die Pferde ein grundlegender Teil unseres Wertverspechens und wir sind davon überzeugt, dass wir mit verantwortlicher Pferdehaltung nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gemeinden tatsächlich beeinflussen können. Wir setzen uns dafür ein, das Paradigma zu verändern, laut dem die Haltung von Tieren und der Erhalt der Natur nicht miteinander vereinbar sind“, erklärt Nicolás Vial, Geschäftsführer für Schutzgebiete bei Explora.

In dem Bestreben, zum Schutz der Gebiete beizutragen, haben wir die Gemeinden und Führungspersonen der näheren Umgebung zu den Vorträgen eingeladen, bei denen man mit dieser Technik vertraut wurde. Schon allein bis Oktober nahmen über 70 Personen an den Fortbildungen teil und wir hoffen, dass es bis Ende des Jahrs noch mehr werden.

Für diese Initiative hat uns der Experte José Manuel Gortazar beraten, der ein auf nachhaltiger und verantwortungsbewusster Produktion basierendes Agrarmodell vertritt. Desweiteren haben wir die Zertifizierung des Savory Institutes beantragt, der weltwelt ersten Organisation für regenerative Viehwirtschaft.

 

„Ich wollte Teil des Projekts werden, weil mich begeistert hat, dass ein Unternehmen aus einer ganz anderen Branche dazu beitragen möchte, die Perspektive zu verändern, Mythen aufzuklären, und mit Best Practices ein Beispiel zu sein – zugunsten einer Zukunft, so wie wir sie brauchen“, so José Manuel Gortazar, Exploras Berater für Methoden der regenerativen Tierhaltung.

Regenerative Tierhaltung

Explora hält 30 Pferde im Schutzgebiet Torres del Paine. Im Januar 2022 wurden erstmals die regenerativen Methoden für eine strategische Beweidung angewandt, das heißt, die Tiere strategisch zu bewegen und die Zeiten der Natur und des Pflanzenwachstums zu berücksichtigen. „Die regenerative Tierhaltung leistet einen Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels, weil dank einem besser funktionierenden Ökosystem verstärkt Kohlenstoff gespeichert wird. Auf jenen Weiden, wo wir das jetzt praktizieren, wird mehr Kohlenstoff gebunden als auf den anderen“, versichert Gortazar.

Dieser Beweidungsplan wird gemeinsam mit dem für die Pferde zuständigen Team ausgearbeitet. Viele Faktoren kommen dabei mit ins Spiel, etwa die Beschaffung der Böden, Anzahl der Tiere, verfügbares Personal, sowie Anzahl und Art von Zäunen in der Umgebung.

Ein Problem der Böden im Nationalpark Torres del Paine ist die Überweidung und gleichzeitige Unterbeweidung. Romina Da Pieve, stellvertretende Leiterin der Schutzgebiete bei Explora, erläutert: „Pflanzen, die die Überweidung überstanden haben, wuchsen weiter, und da kein Verbiss von Pflanzenfressern stattfindet, gehen sie ein. In diesem Prozess vertrocken und oxydieren sie langsam, es entweicht CO und sie werden damit ein gefährlicher Zündstoff für Waldbrände. Außerdem entweicht während ihrer Zersetzung das Treibhausgas Methan“.

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